Besonders in der Weihnachtszeit sind die Deutschen äußerst spendabel. Laut Statistik zahlen wir in jedem Jahr rund 5 Milliarden Euro für karitative Verbände ein. Leider kommen die Gelder nicht immer einem guten Zweck zu. Damit man selbst nicht auf diese Verbrecher hineinfällt gilt es einige wichtige Punkte zu beachten.
Ab Oktober flattern die Spendenaufrufe ins Haus
Bereits im Oktober werden die eigenen Briefkästen von den ersten Spendenaufrufen aufgesucht. Die Initiatoren wissen natürlich, dass die Bürger in dieser Zeit besonders freizügig sind und gern ihr Geld für eine gute Sache ausgeben. Berlin bleibt von diesem Phänomen natürlich nicht verschont. Experten raten daher die besonders emotional geschriebenen und um Mitleid kämpfenden Anschreiben äußerst kritisch zu betrachten. In der Regel spielen nur unseriöse Hilfsorganisationen mit den traurigen Gefühlen anderer. Sie drücken besonders stark auf die Tränendrüse, um somit die Spender für sich zu gewinnen. Eine glaubwürdige soziale Einrichtung argumentiert mit sachlichen Fakten und bleibt in der Schreibweise neutral.
Warnhinweise entlarven rasch die Betrüger
Leider trat in den vergangenen Jahren auch immer wieder das Phänomen in Erscheinung, dass auch seriöse karitative Verbände die gesammelten Spenden nicht vollends an die bedürftige Zielgruppe übergaben. Die vielen gefällten Urteile wegen Spendenbetrugs belegen den Trend des Missbrauchs schwarz auf weiß. Um dem Betrug entgegenwirken zu können überwachen unterschiedliche Vereinigungen die Wege der gesammelten Beträge. Organisationen, die sachgerecht mit den gesammelten Spenden verfahren, erhalten in Deutschland ein „Spendensiegel“ des DZI. Weniger als 300 Vereine von mehr als 600.000 in Deutschland registrierter Stiftungen besitzen dieses Siegel. Weil viele den Anforderungen nicht bestehen würden, haben sie gar nicht erst ein solches Siegel beantragt. Wer tatsächlich sicher gehen will, dass seine Gelder auch dafür verwendet werden, wofür sie eigentlich vorgesehen waren, der sollte sich stets genau informieren und notfalls auch Rechenschaftsberichte anfordern. Wenn Institutionen damit argumentieren, dass 20% aller Gelder in Verwaltungs- und Werbekosten fließen, dann ist dies ein weiteres Warnsignal, sich lieber eine andere Spendenorganisation suchen. Trotz aller lobenswerter Spendenbereitschaft, sollte auch in Berlin an Weihnachten eine besondere Obacht auf bettelnde Briefe, unbekannte Tierschutzvereine und singende Musikanten gegeben werden, denn nicht hinter jedem stecken die edelmütigen Ziele, die Sie mit Ihrem Geld so bereitwillig verfolgen.





