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Ein Weihnachten ohne den traditionellen Baum ist für die meisten Familien kein richtiges Fest. Diese uralte Tradition geht weit in die Geschichte zurück. Während man im alten Rom Lorbeerzweige im Haus verteilte um das neue Jahr zu begrüßen nutzten die nördlichen Stämme das Tannengrün, was in den regionalen Wäldern wuchs. Die Zweige sollten die Götter für einen ertragreichen Sommer gnädig stimmen und die bösen Geister des Winters vertreiben. Mit der Entstehung der christlichen Religion vermischten sich diese Bedeutungen und durch eine weitere Symbolik wurde der immergrüne Baum mit dem biblischen Erbsündenfall in Zusammenhang gebracht. Ein mit Äpfeln geschmückter Baum wurde am Tag von Jesu Geburt an de Kirchen aufgestellt und sollte fortan an die Vertreibung aus dem Paradies erinnern. Von bunt geschmückten Zweigen und kleinen Süßigkeiten ist in dieser Zeit noch lange nichts zu sehen.

Der erste mit Süßigkeiten behangene Baum wurde auf deutschem Boden 1419 datiert. Erstmals konnten in diesem Jahr die Kinder aus Freiburg zur Neujahrswende die kleinen Naschereien, welche die Bäckersgilde aufgehängt hatte, herunterschütteln und behalten. Dem Adel schien die Idee eines bunten Baumes an den Festtagen zu gefallen, dann von ab galt man in Adelskreisen als hoch angesehen, wenn man sich einen solchen Baum während der besinnlichen Tage in das eigene Haus holte.

Woher bekommen die Berliner ihren Weihnachtsbaum?

Heute haben sich diese prädestinierten Ansichten aufgelockert und nicht nur das Prestige sondern auch die Ursprünge dieser Tradition scheinen mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten. Auch wenn nicht jeder Berliner hinter seinem bunten Baum einen biblischen Hintergrund vermutet, sind das Interesse und die Beliebtheit dieser Weihnachtsdekoration ungebrochen hoch. Die Berliner Weihnachtsmärkte und andere öffentliche Orte, wie Bahnhofshallen und Einkaufspassagen forcieren diesen Trend und präsentieren alljährlich die schönsten und funkelnden Christbaumkreationen. 
Jeder Berliner Bürger kann sich problemlos einen Weihnachtsbaum nach Hause holen. Weil man in der Hauptstadt aber nicht immer eine kleine Schonung um die Ecke hinter dem Haus wachsen hat, stellt sich für viele die Frage: Wo bekomme ich in diesem Jahr wieder meinen echten Weihnachtsbaum her?

Einige Einwohner von Berlin sind (über-)mutig und wählen den ungern gesehenen Weg des Baumdiebstahls. Sie fahren auf das Land raus und entwenden einfach eine Tanne aus einem Wald. Allerdings ist das absolut illegal und wird in der Regel sehr teuer zur Anzeige gebracht. Die Wälder um Berlin befinden sich in der Regel fast alle in Privatbesitz und die Eigentümer sind darauf bedacht ihr darin wachsendes Holz gewinnbringend zu veräußern. Also sollte das so genannte Vorhaben „Baumklau“ wohl lieber wieder schnell ad acta gelegt werden.

Günstiger und stressfreier sind zum Beispiel die offiziellen Weihnachtsbaum-Verkaufsstellen in Berlin. Der Vorteil liegt nicht nur in einer ausbleibenden Strafverfolgung sondern auch in der großen Auswahl passender Größen. Die Nadelhölzer entstammen in der Regel alle aus einer umweltverträglichen Waldwirtschaft. Verbraucher sollten auf das FSC Siegel achten, denn das garantiert den Ursprung aus einer guten Försterei. Wer sich nicht sicher ist, wo sich ein offizieller Verkaufsplatz befindet, der sollte in erster Linie einen Berliner Weihnachtsmarkt aufsuchen und darin nach einem Anbieter Ausschau halten.

Der richtige Christbaum und der optimale Transport nach Hause

Die Frage, welche Baumart an Weihnachten in Berlin ins eigene Heim geholt wird, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ein Großteil holt sich eine Nordmannstanne, eine Blaufichte oder eine Douglasie ins Wohnzimmer. Sie sollten beim Transport mit dem Auto allerdings darauf achten, dass weder die Brems- oder Rücklichter noch das Nummernschild verdeckt sind. Aufgrund von entstehenden Lackkratzern ist es niemanden zu empfehlen sich seinen Weihnachtsbaum aufs Autodach zu schnellen.
Wer keine Lust hat einen echten Christbaum für fünf Wochen ins eigene Haus zu stellen, der kann sich auch anderen Optionen widmen, wie einer niemals nadelnden und äußerst stabilen Kunststofftanne.
Eines ist sicher. Nicht nur die Schweden, auch die Berliner lieben ihren Weihnachtsbaum und können es kaum erwarten sich ihr diesjähriges immergrünes Schmuckstück in die eigenen Wohnstuben zu holen. Niemand kann einem das geben, was man erlebt, wenn die strahlenden Kerzen am Weihnachtsabend in den leuchtenden Kinderaugen funkelnd reflektieren während die Kleinen ihre Geschenke darunter bewundern.


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